Umzug

Umzug mit Zustimmung:
Der erwerbsfähige Hilfebedürftige soll vor einem geplanten Umzug die Zusicherung des  bisher örtlich zuständigen Trägers für die neue Unterkunft einholen. Zu einer Zusicherung ist der Träger nur verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind.

Umzug ohne Zustimmung:
Sollte ein Umzug ohne Zustimmung des Jobcenters erfolgen, werden durch den zuständigen Träger keinerlei Umzugskosten (Wohnungsbeschaffungskosten, Mietwagen) übernommen, dadurch können finanzielle Nachteile entstehen. Gemäß  § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II werden dann nur die Kosten der Unterkunft (alte Wohnung) in der bis dahin zu tragenden angemessenen Höhe erbracht werden können.
Bei Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben entfällt bei einem nicht genehmigten Umzug der Anspruch auf Kosten der Unterkunft in voller Höhe.

Aufforderung zum Umzug:
Bei einer Umzugsaufforderung durch den örtlich zuständigen Träger, weil die Wohnung zu groß oder zu teuer ist, zahlt dieser maximal über einen Zeitraum von 6 Monaten weiterhin den Mietzins, damit sich der Hilfeempfänger in diesem Zeitraum eine günstigere Wohnung suchen kann. Danach übernimmt die Behörde nur noch den „angemessenen“ Teil der Miete, sollte der Hilfeempfänger trotzdem nicht umziehen wollen. Ausnahmsweise kann die bisherige Miete weitergezahlt werden, wenn ein Umzug unzumutbar wäre (z.B. Krankheit, Behinderung).